Was ist ...?

Eine kurze Vorstellung der wichtigsten Themen:

LINUX ist - allgemein gesprochen - ein Betriebssystem (Auch OS). Also eine Sammlung von Software welche die Hardware und Komponenten eines Rechners in die Lage versetzt, überhaupt zu funktionieren und mit dem Anwender zu interagieren.

Es besteht aus drei Komponenten, welche meist in Form von Distributionen, also Softwarebündeln, vertrieben werden. Die Komponenten sind:

  • Der LINUX-Kernel, ohne diesen 'Kern' läuft nix.
  • Die Software drumherum, für die Maschine und für den Anwender.
  • Die Oberfläche, welche nach Nutzerwahl und Anforderung völlig austauschbar ist.

Die Vorteile bestehen zum einen in der freien Lizenz welche komplette Nutzung, Veränderung und Weitergabe garantiert. Also auch aus der Modularität - und auch wegen der freien Lizenz - extremen Flexibilität von Kern und Software. Diese macht es möglich das sich LINUX heute praktisch in jedem Gerät 'versteckt'. Von Radio bis zum Computer, von der Cloud bis in den Weltraum und zu anderen Planeten. Das 'versteckt' ist durchaus wörtlich zu nehmen, wissen die wenigsten doch, das ihr Handy mit LINUX läuft oder sie das im Auto herumfahren. Das Internet oder SmartHome ist ohne LINUX kaum denkbar.

Erdacht wurde LINUX 1991 vom finnischen Studenten Linus Torvalds und nach seiner Veröffentlichung unter der GNU GPL gemeinsam mit vielen anderen freien Entwicklern Weltweit weiterentwickelt.

Sicherheit in LINUX ist Standard und im Normalfall wird ein LINUX keine Daten von sich aus ausleiten - also z.B. an den Hersteller übertragen. Durch das freie Konzept ist ebenfalls sichergetellt, das es keinen VendorLockin - also die Bindung an einen Hersteller - gibt, was zu unnutzbaren Systemen führen kann oder gar den eigenen Zugriff auf die eigenen Daten unmöglich macht. Der Nutzer bleibt also immer Herr im Haus, frei nach der Devise: „Meine Daten gehören mir!“

Da LINUX heutzutage auf so ziemlich jeder Hardware läuft, gibt es eigentlich keinen Grund mehr, es nicht zu benutzen.

Mehr auf: https://de.wikipedia.org/wiki/Linux

Tux ist das offizielle Maskottchen des freien Linux-Kernels. Es stellt einen wohlgenährten, glücklichen, rundlichen Pinguin dar: http://de.wikipedia.org/wiki/Tux_(Maskottchen)

Eine LUG ist eine Linux-User-Group, also eine Gruppe von Leuten die sich mit dem Thema LINUX befassen. Es kann sich dabei um eine freie Zusammenarbeit, einen losen Verbund oder ein eingetragenen Verein handeln, in dem sich Leute organisieren um ihre jeweiligen Ziele umzusetzen. Auch die Thematik, also das womit die eine LUG befasst, ist sehr unterschiedlicher Ausprägung. Die einzigste Gemeinsamkeit wird wohl sein das alle etwas mit LINUX zu tun haben, ob sie im einzelnen nur ihrem Hobby nachgehen oder etwas für die Gesellschaft tun wollen, am besten erfährt man das auf der jeweiligen Webseite der LUG in seiner Nähe: https://linux-events.org/SL_LUGs

Der Linux-Presentation-Day [LPD] hat sich seid 2015 von einer rein Berliner Veranstaltung zu einem Event in vielen deutschen, europäischen und in weiteren Ländern gemausert. Zweimal im Jahr sorgt er für flächendeckende, meist kostenlose Infoveranstaltungen, die für Computernutzer attraktiv sind, und alle die sich für Linux interessieren. Der Besuch eines LPD hilft dabei bei der Beantwortung der Frage, ob Linux für den einzelnen Nutzbar ist und soll die 'Hemmschwelle dafür senken.

Der LPD wird dabei von vielen unabhängigen Veranstalter ausgetragen, welche sich in einem Dachverband organisieren und durch diesen Unterstützung erhalten. Erwünschte Nebeneffekte sind dabei die personelle Stärkung der Linux-affinen Vereine und die leichtere Gründung bzw. Wiederbelebung neuer Linux-User-Groups.

Bisher tragen primär Linux-User-Groups, Hacker-Spaces und Volkshochschulen den LPD, daneben beteiligen sich aber auch IT-Dienstleister, Schulen und Hochschulen, und viele mehr. Unterstützung und mehr gibt es auf:https://l-p-d.org

Die Distribution (manchmal abkürzend auch Distri genannt) ist eine Bündelung vom LINUX-Kernel mit weiterer Software (zu einem bestimmten Zweck oder Thema), welche es dem Nutzer einfach macht, diese auf dem Endgerät zu installieren. Distributionen kommen von verschiedenen Herstellern, mit und ohne kommerziellem Hintergrund, und werden oft als CD, DVD, Download und USB-Stick in Umlauf gebracht. Ihre Zahl geht in die Hunderte - wenn nicht gar in die Tausende. Für den normalen Nutzer reicht aber eine der Hauptdistributionen, da diese so ziemlich alle Programme mitbringen die man je braucht. Also z.b.: Internet, Dokument, Tabelle, Texte, Bilder, Musik, Datenbanken, etc. und auch jede Menge Dokumentation sind dabei. Für jeden Anwendungsfall gibt es meist auch mehrere Programmen die diesen abdecken.

Dabei kommt i.d.R. auch alle Software aus einer Quelle, den sogenannten Repositorys. Welche es dann ebenfalls ermöglichen, das sich die komplette Software eines Rechners automatisch durch Einspielen von Updates erneuert. Je nach Distribution können auch weitere Repositorys hinzugefügt werden, um die Softwareauswahl den eigenen Wünschen anzupassen.

Eine 'kleine' Übersicht zu den verschiedenen Distributionen und deren Abstammungsbaum gibt es hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Linux-Distribution

Oh, bitte bitte, stelle diese Frage nicht, wenn mehr als eine weitere Person anwesend ist. 😉

Jeder hat so seine eigenen Vorlieben und Vorstellungen, die sich oft über Jahre der Nutzung von LINUX herausgebildet haben und leider auch häufig mit Zähnen und Klauen verteidigt werden.

Dabei gibt es eigentlich kaum einen Grund für solches 'Revierverhalten' da es LINUX in allen erdenklichen 'Geschmacksrichtungen' gibt und für jeden etwas dabei ist.

Im Grunde kommt es darauf an: WAS will man mit seinem LINUX machen?

Und dann ist es noch hilfreich, wenn man zu der gewählten Distribution auch Ansprechpartner hat, die einem bei Problemen weiterhelfen können. LINUX-Neulinge sollten sich eine der Haupt-Distributionen nehmen und damit herumspielen, dann auch mal zu einer anderen wechseln und mit dieser experimentieren. Oder man nimmt eine und bleibt dabei, weil man eh nur damit arbeiten möchte. Die Hauptprogramme für Internet, Text, Tabelle, Bilder und Musik sind sowieso meist dieselben. Nur an der Oberfläche (aka Desktop) gibt es Unterschiede (für den reinen Endanwender) und die kann man oft auch noch auswechseln.

Für den (angehenden) Profi zählen dagegen mehr die inneren Werte, beispielsweise wie gut die Versorgung mit Sicherheits-Patches ist, wie oft es Upgrades gibt, wie stabil die Basis und die Paketverwaltung ist, und vieles mehr.

Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass die ausgewählte Distribution auch auf der eigenen Hardware läuft. So gibt es gerade bei Laptops eine Reihe von Stolpersteinen an denen sich die Distributionen durchaus unterscheiden können, beispielsweise: Wlan, Webcam, Audio, Fingerprintleser, Touchpad aber manchmal auch Einschübe für Speichermedien können Probleme bereiten. Doch nicht verzweifeln, die andere Distribution bekommt das dann hin oder nach einiger Zeit und Updates, wird dann auch diese Hardware unterstützt.

Live-Distributionen, die man von CD/DVD oder vom USB-Stick starten kann, sind ein gutes Werkzug um bereits im Vorfeld die Hardwareunterstützung auszutesten. Auch Installations-Partys, und natürlich die freundliche LUG aus der Nachbarschaft, können helfen das Gerät auf LINUX umzurüsten.

  • Zuletzt geändert: 2019-12-10 08:40